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Untertongesang: Stimmklänge wie von einem anderen Planeten.
Untertöne entstehen immer dann, wenn räsonierende Membrane zu träge sind jede Schwingung des Haupttons mitzuschwingen. Die Untertonleiter ist die Spiegelung der Obertonleiter (Polaritätsgesetz). Da die Untertonleiter, die gleichen Intervalle (nur negativ ) wie die Obertonleiter hat, könnte man meinen sie entspringe genauso aus dem Grundton. Die Untertonreihe resultiert aber nur aus der Vermehrung der Grundschwingung, und ist nicht Inhalt derselben. Sie hat keine reale Existenz, sondern ist eine reziproke Darstellung zur Obertonreihe (1/2 zu 2/1).
Beim Unterton-Gesang sind es die links und rechts von den Stimmbändern liegenden Stimmtaschen, die durch Endspannung des Stimmaperrates zusätzlich zu den Stimmbändern Schwingen wollen, es aber aus Trägheit nicht so schnell können und so nur jede zweite Schwingung (halb so schnell) mitschwingen. Geübte Sänger können sogar die Untertonleiter nach unten ( jede 4., jede 6., usw. Schwingung) singen. Beim Untertongesang kann der Sänger bis zu sechs Töne gleichzeitig Produzieren!
Versuch: Nimm eine Stimmgabel und halte sie schwingend mit einer Zinke an ein Blatt Papier. Im Sirren des Papiers können wir dabei je nachdem wo wir die Gabel hinhalten, nacheinander verschiedene Töne hören. Mit etwas Übung lassen sich mit einer a Gabel die Töne a´ a, d A F D heraushören. Desto träger das Blatt desto mehr Impulse der Gabel gehen ins Leere (der 2., 4.,6., 8., usw. der 1., 3., 5., 7., trifft) der ton wirkt tiefer.

Stimmband Untertonübung: Vom Knattern zum Singen und finde das dazwischen!
Als erstes stelle einen Stimmschluss her, indem du die Stimmlippen aufeinander legst. Das ist als wolltest du etwas sagen (ha..) aber es kommt dann doch nichts. Du bleibst im Ansatz stecken. Jetzt bleib in diesem Ansatz und lass ganz wenig Luft durch die Stimmbänder Knattern ohne in ein Hauchen zu kommen.
Wenn du dieses Knattern gefunden hast, ändere die Stimme davon aus zu einem gesungenen Ton. Wechsel hin und her zwischen Knattern und Singstimme. Versuche immer mehr auf den Punkt des Wechsel dieser zwei Stimmarten zu kommen, denn genau auf der Kippe zwischen beiden existiert eine dritte Art des Singens, der Unterton der direkt an den Stimmbändern wirkt! (das sind noch nicht die Stimmtaschen!) Das Knattern und im besonderen diese Technik des Untertongesangs mit den Stimmbändern fördern die Entspannung und oder die Regeneration der Stimmbänder. Nach einigen Minuten des Singens gewinnt die Stimme zusehends an Fülle und Tiefe. Diese Entspannung strahlt mit der Zeit auf den ganzen Körper aus.
Stimmband Untertonübung 02:Vom Singen zum Unterton und finde das Dazwischen!
Singe einen für dich normalen Ton und nehme immer weniger Atem, bis der Ton zum Knattern zusammenbricht. Wechsel hin und her zwischen Knattern und Singstimme. Versuche immer mehr auf den Punkt des Wechsel dieser zwei Stimmarten zu kommen, denn genau auf der Kippe zwischen beiden existiert eine dritte Art des Singens, der Unterton der direkt an den Stimmbändern wirkt!
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